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Verantwortlich für die Produktion von klassischen Mainstream-Server bis hin zu komplexen Hochleistungs-Clustersystemen, nach strengen ESD-Richtlinien – da gibt es viel zu koordinieren und steuern. Das hält ihn jedoch nicht davon ab, in Stoßzeiten seinem Team auch tatkräftig zur Seite zu stehen und selbst mitzubauen. Lesen Sie mehr über Thomas Apel, Leiter der Technik und Fertigung bei MUSTANG® systems, in unserer Niederlassung in Lilienthal.

Interview geführt durch Lilly
(Mitarbeiterin der Memorysolution GmbH)


Lilly:
Thomas, Du bist Leiter der Technik des MUSTANG® systems-Teams. Auf was kommt es an, dass die Fertigung einer individuellen Lösung reibungslos funktioniert?

Thomas: Zuallererst einmal ist es wichtig, dass die Komponenten auch zueinander passen. Einfaches Beispiel: Nicht jeder Speicher läuft auf einem Board, auch wenn er in den entsprechenden Slot passt. Wenn also das Consulting nicht stimmt, kommt es nachher in der Produktion zu Verzögerungen, Zusatzkosten oder gar noch schlimmer.

Dann ist es wichtig, dass der Einkauf die benötigten Komponenten so schnell wie möglich beschafft. Denn vorher können wir nicht mit der Produktion starten.

Und nicht zuletzt kommt es auf die Qualifikation der Techniker an. Es gibt da im Tagesgeschäft, gerade bei neuen Technologien, immer wieder Dinge, die nicht auf Anhieb funktionieren.


Lilly:
Seit wann bist Du in der IT-Welt unterwegs?

Thomas: Oh, da kommen schon ein paar Jahre zusammen. Beruflich mache ich das seit 1992. Mein damaliger Arbeitgeber hat einen neuen Geschäftsbereich für Datennetze eröffnet und da ich diesbezüglich schon ein paar Erfahrungen hatte, bin ich in die IT-Welt gewechselt. Diese Entscheidung habe ich nie bereut.


Lilly:
Wie lange gehörst Du schon zum MUSTANG® systems-Team?

Thomas: Hier bin ich kein Mann der ersten Stunde. Aber durch Rolf und Anke habe ich es von Anfang an verfolgt. Dazu gekommen bin ich dann im Februar 2017.


Lilly:
Was zeichnet die Technik-Truppe von MUSTANG® systems aus?

Thomas: Dass es eine Truppe ist! Wir sind noch überschaubar in der Größe, besprechen jeden Morgen die anstehende Arbeit, klären technische Probleme, oder berichten von wichtigen Dingen außerhalb der Produktion. Überhaupt wird bei uns viel kommuniziert. Wir haben kurze Wege, treffen schnelle Entscheidungen und nehmen jeden mit. Wir alle kennen also das große Ganze und die speziellen Themen der einzelnen Kunden.

Die Kundenorientierung steht bei uns allen ganz oben und wird täglich gelebt. Das spiegelt sich auch in unseren Kundenbewertungen wider.


Lilly:
Ihr assembliert maßgeschneiderte IT- Lösungen für unsere Kunden. Auf was müsst Ihr besonders achten, damit der Kunde eine perfekt funktionierende Lösung von Euch geliefert bekommt?

Thomas: Auf eine saubere Integration unter ESD-Schutz-Bedingungen.


Lilly:
Du bist in Eurer Niederlassung in Lilienthal auch für eine reibungslos funktionierende interne IT und Telekommunikation zuständig, ohne die das ganze Tagesgeschäft ja gar nicht funktioniert. Du bist aber auch verantwortlich für die Produktion nach strengen ESD-Richtlinien. Erkläre doch bitte mal, was ESD überhaupt bedeutet und warum ESD so wichtig ist für Eure tägliche Arbeit in der Produktion.

Thomas: ESD ist die Abkürzung für (engl.) electrostatic discharge und befasst sich mit Potentialdifferenzen und den daraus möglichen Spannungsdurchschlägen. Diese Durchschläge bewirken einen kurzen elektrischen Strom, der bei den immer kleiner werdenden elektronischen Halbleiterelementen zu Beschädigungen führen kann. Das tückische an der Sache ist, dass man diese Potentialdifferenzen nicht sehen kann. Und selbst wenn ein System alle Funktionstests besteht und einwandfrei seine Leistung bringt, kann es durch diese eine Entladung Monate später immer noch ausfallen. Das wollen wir natürlich vermeiden und deshalb nehmen wir diese zusätzliche Anstrengung gerne auf uns. Wir stellen fest, dass es funktioniert und der Aufwand sich lohnt.


Lilly:
Ihr liefert von der Workstation über den klassischen Mainstream-Server bis hin zu komplexen Hochleistungs-Clustersystemen eine große Bandbreite an Systemlösungen für unsere Kunden. Wie behält man da noch den Überblick? Habt Ihr z. B. projektbegleitende Instrumente, die Euch da helfen?

Thomas: Ja, natürlich. Sonst würde man da schon sehr schnell den Überblick verlieren. Neben dem normalen ERP-System hilft uns ganz enorm unser Produktionsplan. Der wird auch von allen Abteilungen intensiv genutzt und wir erhalten damit jederzeit einen aktuellen Status zu jedem Auftrag. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Instrumente. Wichtig ist dabei noch unsere ISO-Zertifizierung. Sie hat uns wirklich geholfen unsere Arbeitsprozesse zu durchdenken, zu strukturieren und zu dokumentieren. Das war am Anfang etwas Arbeit, aber heute ist es allen in Fleisch und Blut übergegangen und wir profitieren davon.


Lilly:
Würdest Du Dich eher als „strengen Produktionsleiter“ oder „lockeren Boss der Fertigung“ beschreiben?

Thomas: Ich würde mich eher als Teil des Teams sehen, der Verantwortung übernimmt, koordiniert und steuert. In Spitzenzeiten bin ich auch selbst gerne mal in der Produktion dabei.


Lilly:
Welcher Moment/Welches Ereignis im MUSTANG® systems-Team hat Dir bisher am besten gefallen?

Thomas: Das war die Inbetriebnahme unserer neuen Produktions- und Lagerfläche. 😊 Wir haben klein begonnen und da war es schnell sehr eng und unübersichtlich. Heute können wir viel besser skalieren oder ein Projekt einfach pausieren lassen, wenn technische Dinge geklärt werden müssen. Auch die Test- und IT-Infrastruktur ist erheblich fortgeschritten. All das unterstützt unsere tägliche Arbeit und eine effiziente Produktion.


Lilly:
Täglich große Entscheidungen und technisch herausfordernde Fragen… welchen Hobbies gehst Du gerne nach, um abzuschalten?

Thomas: Oh, neben meiner Familie und meinem Collie bin ich gerne auf dem Wasser. Zum Beispiel fahre ich als Co-Skipper auf einem Traditionssegler. Wir sind dort alle ehrenamtlich tätig, verdienen durch Fahrten mit Gästen ins Weltnaturerbe Nationalpark Wattenmeer oder div. Segeltörns Geld für den Erhalt unseres Schiffes. Das ist ein Nachbau eines historischen Weserkahns aus dem 19 Jahrhundert. Wenn ich da einen Fuß auf die Schiffsplanken setze, ist alles andere weit weg.


 

Danke, Thomas, dass Du Dir Zeit genommen hast und wir bei Dir reinschauen durften.

 

memorysolution.de